PD Dr. med. habil. Sven Kevin Tschöke
Tumorerkrankungen an der Wirbelsäule
Diagnose & Behandlung von Tumoren an der Wirbelsäule
Ein Tumorbefall der Wirbelsäule kann entweder durch primäre Tumoren (die direkt in der Wirbelsäule entstehen) oder durch Metastasen (Tochtergeschwülste eines anderen Krebses) verursacht werden. Metastasen sind dabei viel häufiger und entstehen durch die Streuung von Krebszellen aus anderen Organen, wie z. B.:
Brustkrebs
Prostatakrebs
Lungenkrebs
Nierenkrebs
Schilddrüsenkrebs
Die Krebszellen gelangen über das Blut oder die Lymphbahnen in die Wirbelsäule und können dort Knochen abbauen oder verdrängendes Gewebe wachsen lassen.
Mit meiner über 20-jährigen Erfahrung in der Behandlung von Tumoren an der Wirbelsäule biete ich Ihnen in meiner Praxis in Leipzig eine individuelle, auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Diagnostik und Therapie.
Symptome eines Tumorbefalls der Wirbelsäule
Rückenschmerzen (oft auch in Ruhe, nachts stärker)
Schmerzen, die in Arme oder Beine ausstrahlen (wenn Nerven betroffen sind)
Lähmungen oder Gefühlsstörungen (bei Druck auf das Rückenmark)
Instabilität der Wirbelsäule (wenn der Knochen durch den Tumor geschwächt wird)
Allgemeine Krebs-Symptome (z. B. Gewichtsverlust, Nachtschweiß, Müdigkeit)
Behandlung bei Tumorbefall der Wirbelsäule
Die Therapie hängt von der Tumorart, der Ausbreitung und der allgemeinen Prognose des Patienten ab. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern, die Wirbelsäule zu stabilisieren und neurologische Schäden zu vermeiden.
Diagnose von Tumoren an der Wirbelsäule
Die Diagnose erfolgt durch Bildgebende Verfahren und Blutuntersuchungen bzw. Gewebeproben.
MRT - wichtigste Methode, zeigt Weichteil- und Nervenschäden
CT – besonders gut zur Beurteilung von Knochenschäden
Röntgen – kann Knochenveränderungen in späten Stadien zeigen
Biopsie (Gewebeprobe) - Zur Sicherung der Diagnose und Bestimmung der Krebsart
Blutuntersuchungen - Zur Kontrolle von Tumormarkern und Entzündungswerten
Operative Therapie
Eine OP ist erforderlich, wenn:
Die Wirbelsäule instabil wird (Bruchgefahr durch den Tumor)
Medikamentös nicht beherrschbare Schmerzen bestehen
Druck auf das Rückenmark besteht (Lähmungen, Gefühlsstörungen)
Operationsverfahren
Stabilisierende Operationen
Einsatz von Schrauben, Stäben oder Platten zur Stabilisierung der Wirbelsäule
Tumorentfernung (wenn möglich)
Je nach Lage vollständige oder teilweise Entfernung des Tumorgewebes
Vertebroplastie/Kyphoplastie
Einspritzen von Knochenzement in instabile Wirbel, um Schmerzen zu lindern und Stabilität zu erhöhen
Konservative (Nicht-operative) Behandlung
Schmerztherapie
- Starke Schmerzmittel (z. B. Morphinpräparate)
- Entzündungshemmende Medikamente
Strahlentherapie
- Zielt darauf ab, Krebszellen abzutöten oder ihr Wachstum zu verlangsamen
- Besonders bei strahlenempfindlichen Tumoren (z. B. Lymphome, Brustkrebsmetastasen)
Chemotherapie oder Immuntherapie
- Falls der ursprüngliche Krebs darauf anspricht (z. B. Brust-, Lungenkrebs)
Bisphosphonate oder Denosumab
- Medikamente zur Stärkung der Knochen und Verhinderung weiterer Schäden
Prognose
- Die Prognose hängt von der Krebsart und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab
- Frühe Erkennung und Behandlung können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen
- In vielen Fällen ist der Tumorbefall der Wirbelsäule ein Zeichen für eine fortgeschrittene Krebserkrankung, sodass die Behandlung oft palliativ (auf Lebensqualität ausgerichtet) erfolgt
Fazit
Ein Tumorbefall der Wirbelsäule, insbesondere durch Metastasen, kann starke Schmerzen und neurologische Ausfälle verursachen. Die Therapie umfasst Schmerzbehandlung, Strahlentherapie, Medikamente und bei Bedarf eine Operation zur Stabilisierung oder Druckentlastung.
Philosophie
Ich betrachte jede Wirbelsäulen- oder Rückenerkrankung ganzheitlich und arbeite gemeinsam mit Ihnen als Patienten daran, die für Sie bestmögliche Therapie zu finden. Dabei stehen folgende Werte immer im Mittelpunkt:
Individualität: Jede Behandlung wird auf Ihre speziellen Bedürfnisse und Lebensumstände abgestimmt.
Schonung und Effektivität: Wo möglich, setze ich auf konservative und minimalinvasive Behandlungsmethoden.
Langfristige Ergebnisse: Mein Ziel ist nicht nur eine akute Schmerzlinderung, sondern eine dauerhafte Verbesserung Ihrer Lebensqualität zu erzielen.
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